Selbstwert stärken · Selbsttest von Irina Bork

Bin ich ein People Pleaser? Der Selbsttest

Hilfst du gern, oder kannst du nur schlecht Nein sagen? Zwölf Aussagen, drei Minuten, und du weißt, wo du gerade stehst.

So funktioniert der Test

  • Lies jede Aussage und entscheide spontan, wie sehr sie auf dich zutrifft. Es gibt kein Richtig oder Falsch.
  • Teil 1 schaut auf das, was du tust. Teil 2 auf das, was dich dabei antreibt. Denn der Unterschied zwischen Hilfsbereitschaft und People Pleasing liegt im Motiv.
  • Die Auswertung erscheint sofort. Deine Antworten bleiben in deinem Browser und werden nirgends gespeichert.

Teil 1: Wie oft stellst du dich hinten an?

1. Ich sage Ja, bevor ich überlegt habe, ob ich überhaupt will.
2. Ich übernehme Aufgaben, die eigentlich nicht meine sind.
3. Konflikten gehe ich aus dem Weg, auch wenn ich innerlich koche.
4. Meine Entscheidungen erkläre und rechtfertige ich ausführlich.
5. Ich entschuldige mich häufig, auch wenn ich nichts getan habe.
6. Abends bin ich erschöpft, obwohl ich „nur“ für andere da war.

Teil 2: Was treibt dich dabei an?

7. Ein Nein fühlt sich an, als hätte ich etwas falsch gemacht.
8. Wirkt jemand verstimmt, frage ich mich sofort, ob es an mir liegt.
9. Ich sorge mich, nicht mehr gemocht zu werden, wenn ich meine Wünsche anmelde.
10. Kritik beschäftigt mich tagelang.
11. Ich spüre schnell, wie es anderen geht, aber oft nicht, wie es mir geht.
12. Ich habe das Gefühl, vor allem dann etwas wert zu sein, wenn ich nützlich bin.

0 von 12 Aussagen beantwortet

Die vier Ergebnisse im Überblick

Je Teil sind 0 bis 18 Punkte möglich. Ab 10 Punkten gilt ein Teil als hoch. Aus beiden Teilen ergibt sich eines dieser vier Bilder:

Das Muster läuft oft mit

Du stellst dich häufig hinten an, und dahinter steht die Sorge, sonst abgelehnt zu werden oder nicht zu genügen. Das ist kein Urteil über dich. Dieses Muster hat dich einmal geschützt, und was gelernt ist, lässt sich auch wieder verändern.

Fang mit dem Beobachten an, nicht mit dem großen Nein. Das Arbeitsblatt „Das Ja-Protokoll“ zeigt dir in einer Woche, bei wem und in welchen Situationen dein Ja automatisch kommt. Woher das Muster stammt und wie du in sechs Schritten herausfindest, steht in meinem Artikel People Pleaser. Wenn du das nicht allein angehen möchtest, hilft ein Coaching zum Thema Selbstwert.

Coaching ersetzt keine Therapie. Stehen dahinter starke Ängste, eine Depression oder belastende Erfahrungen, ist eine Psychotherapie der richtige Weg.

Du gibst viel, oft aus Gewohnheit

Du übernimmst viel und stellst dich oft hinten an, aber die Angst vor Ablehnung treibt dich dabei weniger. Vielleicht ist es eine Rolle, in die du hineingewachsen bist: die Verlässliche, die, die es eben macht.

Die gute Nachricht: Hier kannst du direkt beim Üben ansetzen. Schaffe eine Pause vor dem Ja und probiere klare Sätze aus, zuerst dort, wo wenig auf dem Spiel steht. Beispiele für Job, Familie und Freunde findest du in meinem Artikel Nein sagen lernen.

Außen klar, innen unruhig

Nach außen ziehst du durchaus Grenzen. Innen kostet dich das viel: Du grübelst nach einem Nein, nimmst Kritik lange mit oder prüfst, ob jemand verstimmt ist. Von außen sieht das niemand, anstrengend ist es trotzdem.

Hier liegt der Hebel weniger bei dem, was du tust, als bei dem Umgang mit deinen Gedanken. Ein Gedanke wie „Sie wird mich nicht mehr mögen“ ist kein Befehl, du musst ihn nicht zu Ende denken. Mehr dazu in meinem Artikel Selbstzweifel überwinden.

Du kannst geben und Nein sagen

Im Moment spricht wenig dafür, dass People Pleasing dich steuert. Du bist vermutlich hilfsbereit, ohne dich dabei zu verlieren. Genau das ist der Unterschied: Wer gern hilft, kann auch Nein sagen.

Gibt es trotzdem einzelne Menschen oder Situationen, in denen dir das schwerfällt? Dann schau dort genauer hin, zum Beispiel mit den Beispielsätzen in Nein sagen lernen.

Was der Test kann und was nicht

Der Selbsttest ist eine Orientierungshilfe, kein wissenschaftlich geprüftes Verfahren und keine Diagnose. Er trennt zwei Fragen, die oft zusammengeworfen werden: Wie oft stellst du dich hinten an, und geschieht das aus freier Entscheidung oder aus Sorge vor Ablehnung?

Ich bin Lifecoach in Hamburg und zertifizierte Metakognitive Coachin und begleite Menschen online dabei, ihren Selbstwert zu stärken. Ausführlich zum Thema: People Pleaser: Warum du es allen recht machen willst und wie du damit aufhörst. Coaching ersetzt keine Therapie.

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Häufige Fragen

Ist People Pleasing eine Diagnose?

Nein. People Pleasing ist keine Diagnose, sondern ein erlerntes Verhaltensmuster. Auch dieser Test stellt keine Diagnose. Er ist eine Orientierungshilfe, kein wissenschaftlich geprüftes Verfahren, und dein Ergebnis ist eine Momentaufnahme.

Werden meine Antworten gespeichert?

Nein. Die Auswertung läuft ausschließlich in deinem Browser. Es werden keine Antworten an den Server geschickt, gespeichert oder ausgewertet, und die Seite setzt keine Cookies.

Ist es schlecht, hilfsbereit zu sein?

Nein. Hilfsbereitschaft, Rücksicht und Freundlichkeit sind wertvolle Eigenschaften. Zum Problem werden sie, wenn sie nicht mehr aus freier Entscheidung kommen, sondern aus Angst. Das Ziel ist nicht, weniger zu geben, sondern freier zu entscheiden.

Was mache ich mit meinem Ergebnis?

Nimm es als Anstoß. Schreib dir auf, bei welchen Aussagen du besonders deutlich zugestimmt hast. Dort liegen meist die Themen, die gerade wichtig sind. Wenn du darüber sprechen möchtest, kannst du ein kostenloses Erstgespräch mit mir vereinbaren.