Dein Weg zum Glück · Folge 19
Dieser eine Satz – Wie Glaubenssätze heimlich dein Leben steuern
Kennst du diese Momente, in denen du eigentlich etwas sagen willst und dann doch schweigst? In denen du eine Idee hast und sofort denkst: „Das kann ich eh nicht“?
In dieser Folge geht es um Glaubenssätze – Überzeugungen über dich, über andere und über das Leben, die sich so wahr anfühlen, dass du sie gar nicht mehr hinterfragst. Woher sie kommen, warum sie dich einmal geschützt haben und warum viele davon heute nicht mehr zu dem Leben passen, das du führen willst.
Du erfährst: ✔ Was ein Glaubenssatz ist und woher er kommt ✔ Typische Sätze, die gerade Frauen kleinhalten ✔ Wie du im metakognitiven Coaching die Beziehung zu deinen Gedanken veränderst ✔ Drei Schritte mit Übung: bemerken, prüfen, handeln
🔊 Nimm dir einen Zettel und hör rein – du darfst neu wählen, was du glaubst.
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Transkript der Folge
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Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge dein Weg zum Glück. Heute geht es um etwas, was du nicht siehst, das aber jeden Tag mitentscheidet. Bei deinem Job, in deiner Beziehung, bei jedem Ja und bei jedem Nein. Wir sprechen heute über Glaubenssätze. Und ich verspreche dir, wenn du heute dran bleibst, wirst du mindestens einen Satz in dir entdecken, der dich schon viel zu lange klein hält. Und du bekommst eine Übung, mit der du ihn heute noch prüfen kannst. Also, los geht's.
Mal ehrlich, kennst du diese Momente, in denen du eigentlich etwas sagen willst und dann doch schweigst? Oder in denen du eine Idee hast und sofort denkst, ach, das kann ich eh nicht. Oder du bekommst ein Lob und dein erster Gedanke ist, das sagt sie nur, um nett zu sein.
Und das sind keine Zufälle. Das sind Sätze. Sätze, die irgendwann in dich hineingekommen sind und seitdem für dich entscheiden. Was sind überhaupt Glaubenssätze? Ein Glaubenssatz ist eine Überzeugung über dich, über andere, über das Leben, über die ganze Welt, die sich so wahr anfühlt, dass du sie gar nicht mehr hinterfragst. Sie fühlt sich nicht wie ein Gedanke an, sondern sie fühlt sich wie eine richtige Tatsache an.
Und woher kommen sie überhaupt?
Meistens aus einer Zeit, in der wir noch gar nicht richtig wählen konnten. Das heißt, aus der Kindheit, aus unserer Familie, aus unserer Umgebung, aus der Schule. Oder wenn du als Kind oft gehört hast, zum Beispiel, stell dich nicht so an, dann wird daraus vielleicht, meine Gefühle sind zu viel. Wenn Liebe und Lob vor allem dann kamen, wenn du brav und fleißig warst, dann wird daraus, ich bin nur etwas wert, wenn ich etwas leiste. Und gerade wir Frauen kennen viele, viele, viele davon. Zum Beispiel, ich muss es allen recht machen, ich darf nicht egoistisch sein, erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Und ich bin nicht gut genug, dafür bin ich zu alt, dafür bin ich zu jung. Und so etwas ist überhaupt nicht für mich gemacht und so weiter.
Diese Sätze waren einmal sinnvoll. Irgendwann, für irgendjemanden.
Sie haben dich vielleicht auch damals geschützt. Aber viele davon passen nicht mehr zu deinem Leben, was du heute führen möchtest. Und jetzt kommt der wichtigste Punkt dieser Folge. Ein Glaubenssatz ist nur ein Gedanke. Und ein Gedanke, den du sehr oft gedacht hast.
Und es ist nicht die Wahrheit über dich.
Stell dir zum Beispiel Lisa vor. Lisa ist Mitte 40, kompetent, beliebt im Team. Und eines Tages kommt Ihre Chefin zu ihr und fragt, ob sie die Projektleitung übernehmen möchte. Und was passiert denn Lisa in dem Moment?
Sofort ist dieser Satz im Kopf. Das schaffe ich nicht. Da merken alle, dass ich eigentlich gar nicht so gut bin, wie ich mich darstelle. Und dann fängt das Grübeln an. Abends auf dem Sofa, nachts im Bett. Am Ende sagt Lisa ab.
Nicht, weil sie es nicht kann, sondern weil sie einem Satz geglaubt hat. Und genau hier setze ich in meinem Coaching an. Wir streiten nicht mit dem Gedanken. Wir verändern Beziehung zu ihm. Nicht, was denke ich, sondern wie gehe ich mit dem um, was ich denke. Weil den Gedanken an sich können wir nicht ändern. Der wird kommen, wann er kommen wird. Und dafür gebe ich dir heute drei Schritte. Der erste Schritt ist das Bemerkung.
Werde neugierig auf deine Sätze. Wann immer du dich klein fühlst, frage dich, welcher Satz läuft da gerade in mir? Und dann sagt dir innerlich, aha, das ist wieder der Gedanke, ich bin nicht gut genug. Merkst du den Unterschied? Du bist nicht mehr der Satz. Du bist der Beobachter. Und das alleine ist schon eine große Erleichterung. Der zweite Schritt ist das Prüfen. Hier kommt deine Übung. Nimm dir einen Zettel. Du kannst auch kurz auf Pause drücken. Schreibe einen Satz auf, der dich oft begleitet. Und dann beantworte drei Fragen. Erstens. Woher kenne ich diesen Satz? Wessen Stimme ist das eigentlich?
Zweitens. Ist dieser Satz zu 100% wahr? Gibt es auch nur eine Situation, in der das Gegenteil gestimmt hat?
Und drittens. Was hat mich dieser Satz schon gekostet? Welche Chancen? Welche Gespräche? Welche Freude?
Du wirst merken, dass der Satz plötzlich gar nicht mehr so fest ist.
Der dritte Schritt ist das Handeln. Ein neuer Satz entsteht nicht im Kopf alleine, sondern durch Erfahrung.
Such dir einen kleinen Schritt, der deinen alten Satz widerspricht.
Wenn dein Satz heißt, ich darf nicht Nein sagen, dann sag diese Woche ein einziges kleines, freundliches Nein. Klein, aber ganz bewusst.
Und der alte Gedanke wird trotzdem noch kommen. Das ist völlig normal. Du musst ihn nicht wegmachen oder denken, dass mit dir irgendwas nicht stimmt. Du musst ihn nur nicht mehr folgen.
Was dann passiert, ist wirklich schön. Du entscheidest wieder selbst. Nicht dein zehnjähriges Ich, sondern du heute. Du wirst ruhiger, weil das Grübeln weniger Macht hat. Und du merkst, dass ganz viel von dem, was du für deine Grenzen gehalten hast, in Wahrheit nur Sätze waren. Einfach nur Gedanken.
Teile diese Folge gerne mit deiner Frau oder mit einem Mann, der sich immer wieder selbst ausbremst, obwohl sie so viel mehr können. Und wenn du deine Glaubenssätze nicht alleine auflösen möchtest, begleite ich dich gerne dabei. Den Link zu einem kostenfreien Erstgespräch findest du wie immer in der Beschreibung. Bis zur nächsten Folge und vergiss nicht, nicht alles, was du denkst, ist wahr. Und du darfst neu wählen, was du glaubst.
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