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Die Suche nach Glück: Ein neuer Blickwinkel

Viele von uns streben nach Glück und möchten ein erfülltes Leben führen. Wir verfolgen oft das Konzept des Glücks, das von unserer Gesellschaft und den Medien geprägt wurde. Doch vielleicht ist es an der Zeit, unsere Sichtweise auf das Glück zu überdenken.

Traditionell wird Glück oft mit äußeren Umständen in Verbindung gebracht. Wir neigen dazu zu glauben, dass wir glücklich sein werden, wenn wir bestimmte Ziele erreichen, wie etwa Erfolg im Beruf, finanzielle Sicherheit, eine glückliche Beziehung oder materiellen Besitz. Aber die Realität zeigt uns, dass diese äußeren Faktoren allein nicht das langanhaltende Glück bringen, nach dem wir streben.

Die Wissenschaft der Positiven Psychologie hat herausgefunden, dass das Glücksempfinden zu einem großen Teil von inneren Einstellungen und Gewohnheiten abhängt. Es wurde gezeigt, dass genetische Faktoren etwa 50% unseres Glücksniveaus bestimmen, während äußere Umstände nur einen geringen Einfluss haben. Darüber hinaus haben wir gelernt, Glück in äußeren Erfolgen und Besitztümern zu suchen, weil wir diese mit unserem Selbstwert verknüpfen. Dieses Streben nach "mehr und besser" ist sogar biologisch bedingt, da es unseren Vorfahren half, zu überleben.


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Eine neue Definition von Glück


Kürzlich bin ich auf einen Satz gestoßen, der mich nachdenklich gemacht hat: "Glück ist das richtige Gefühl zur richtigen Zeit." Für mich bedeutet dies, dass Glück nicht darin besteht, immer glücklich zu sein, sondern vielmehr darin, gut mit unseren Gefühlen umgehen zu können. Es geht nicht darum, ständig positive Emotionen zu haben, sondern darum, unsere Emotionen bewusst wahrzunehmen und anzunehmen - sowohl die angenehmen als auch die unangenehmen. Und dies widerspricht nicht dem Glücksempfinden.

Diese Perspektive erinnert mich an die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). In ACT geht es darum, ein erfülltes und sinnvolles Leben zu führen, anstatt ständig positiven Gefühlen hinterherzujagen.

Zwei Schlüsselkomponenten für ein erfülltes Leben


Es gibt kein allgemeingültiges Rezept für ein glückliches Leben. Dennoch möchte ich zwei wichtige Aspekte teilen, die mir dabei helfen, wenn ich bemerke, dass ich einem externen Glücksideal hinterherjage, das nicht meinem eigenen inneren Kompass entspricht.

Selbstakzeptanz: Selbstakzeptanz bedeutet, sich selbst so anzunehmen, wie man ist - mit all unseren Stärken und Schwächen. Es geht darum, sich selbst freundlich und mitfühlend zu behandeln, anstatt sich mit einem perfekten Idealbild zu vergleichen. Oft sind wir sehr selbstkritisch, aber Selbstmitgefühl hat einen positiven Einfluss auf unser Wohlbefinden. Es hilft uns, unsere eigenen Grenzen zu respektieren und uns selbst zu erlauben, menschlich zu sein.

Psychologische Flexibilität: Psychologische Flexibilität ist die Fähigkeit, sich den Herausforderungen des Lebens anzupassen und trotzdem weiterhin in Richtung unserer eigenen Werte und Ziele zu handeln. Es geht darum, bewusst und offen mit den schwierigen Aspekten des Lebens umzugehen und nicht in einer negativen Gedankenspirale stecken zu bleiben. Indem wir unsere Werte als Kompass nutzen, können wir bewusste Entscheidungen treffen und unsere Handlungen in Einklang mit unseren tiefsten Überzeugungen bringen.


Die Kraft des Moments


Anstatt uns auf die Suche nach ständigem Glück zu begeben, können wir auch die Schönheit des Augenblicks erkennen. Wir können aufhören, nach dem Glück zu streben und stattdessen das Gute in allem um uns herum sehen. Vielleicht liegt darin das Geheimnis: sich nicht auf das Glück als Ziel zu konzentrieren, sondern es als einen Teil der Reise zu betrachten.

Die Griechen haben ein Wort für das Gefühl des Glücks: Euphoria. Es leitet sich ab von "euphoros" und setzt sich zusammen aus "eu" (gut) und "pherein" (tragen). Vielleicht können wir das als Anregung nehmen und uns selbst als "Träger des Guten" sehen. Statt nach Glück zu suchen, können wir anfangen, Gutes in Form von freundlichen Worten, hilfsbereiten Taten und positiven Gedanken in unser eigenes Leben und das Leben anderer zu tragen.

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"Die einzige Person, die dich davon abhalten kann, deine Ziele zu erreichen, bist du selbst. Glaube an dich und gehe mutig voran."

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